Dienstag, 9. Februar 2010 Home arrow Programm
Programm
Jeden 2. und 4. Samstag: FUB-Café
Montag, 12. Februar 2007
Ab dem 17. Februar 2007 findet im Sozialen Zentrum Bochum jeden zweiten und vierten Samstag ab 20 Uhr das FUB-Café statt. Dort wollen wir die Perspektiven von Freiräumen und den Protesten gegen Studiengebühren disktieren oder einfach nur abhängen. Bei netter Musik in gemütlicher Runde mit Mate-Tee und je nach Grad der (selbst-)Organisation auch veganem VoKü wollen wir uns austauschen und weitere Aktionen und Veranstaltungen planen. Die BildungsaktivistInnen der Freien Uni lassen sich nicht unterkriegen. Wir machen im Exil weiter.

Nach der Räumung ist vor der Besetzung. Für ein selbstbestimmtes Leben!

 
08.02.2007: Die Rückkehr des Streiks
Montag, 5. Februar 2007

Donnerstag, 8. Februar

18 Uhr

GB 02/160

Buchvorstellung und Diskussion

Die Rückkehr des Streiks

Redaktionskollektiv "Flying Pickets"

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Freie Uni Bochum im Exil macht weiter!
Samstag, 3. Februar 2007
ImageAuch nach der Räumung des Querforums durch zwei Polizei-Hundertschaften macht die Freie Uni Bochum weiter. Die Plenumssitzungen, die derzeit provisorisch in unterschiedlichen Räumen stattfinden müssen, sind derzeit genauso gut besucht wie vor dem Polizeiübergriff. "Die FUB, das ist ja nicht das Gebäude, sondern das sind wir, die wir seit über acht Monaten für Leben auf dem Bochumer Uni-Campus gesorgt haben", so eine Aktive. Im Moment steht eine ganze Menge Organisationsarbeit an: Es müssen Ausweichräume für bereits geplante Veranstaltungen gefunden werden, damit wenigstens ein Teil des Programms auch im Exil aufrecht erhalten werden kann. Darüber hinaus laufen die Planungen für zukünftige Aktionen auf Hochtouren: "Wir werden auch in Zukunft weiter Freiräume erkämpfen!"

Regelmäßige Termine der Freien Universität Bochum:

- Samstags ab 20 Uhr: FUB-Café im Sozialen Zentrum Bochum (Rottstr. 31)

- Freitags, 16:30 Uhr: FUB-Spanischkurs im Sozialen Zentrum Bochum (Rottstr. 31)

- Montags, 20 Uhr: Gesamtplenum, Treffpunkt Raum GC 04/150

- Infos über die konkreten Aktionen gegen Studiengebühren und Sozialabbau sind auf der Homepage des Protestkomitees gegen Studiengebühren zu finden.
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Veranstaltungsprogramm: Januar 2007
Donnerstag, 25. Januar 2007

Alternatives Vorlesungsverzeichnis

Veranstaltungsprogramm

Januar 2007

Alternatives Vorlesungsverzeichnis

 

Freitag, 5. Januar, 16 Uhr

Vortrag mit Diskussion

Der emanzipatorische Bildungsbegriff und seine Geschichte

Alexander Eilers, Arbeitskreis Bildungsperspektiven an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Zur Ankündigung

 

ab 20 Uhr

Konzert

MUSIKPOLIZEI

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Sonntag, 7. Januar, 20 Uhr

Lesekreis

M. Heinrich: „Kritik der politischen Ökonomie - Eine Einführung"

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Dienstag, 9. Januar, ab 21 Uhr

Das FUB-Café!

 

Donnerstag, 11. Januar, 16 Uhr

Infoveranstaltung

der Volksinitiative „Sichere Wohnungen und Arbeitsplätze&quot: Der Verkauf der Landesentwicklungsgesellschaft NRW

Zur Ankündigung

 

20 Uhr

Filmvorführung mit Diskussion

Filmreihe: Venezuela „bolivarisch“ 2:

DER ALTE UND JESÚS: PROPHETEN DER REBELLION  (Venezuela 2005)

mit Sven Kühn

Zur Ankündigung

 

Freitag, 12. Januar, 20 Uhr

Plenum

Internationales Videofestival"

Infos: Homepage

Sonntag, 14. Januar, 20 Uhr

Lesekreis

M. Heinrich: „Kritik der politischen Ökonomie - Eine Einführung"

Zur Homepage

 

Dienstag, 16. Januar, ab 20 Uhr

Das FUB-Café!

 

Mittwoch, 17. Januar, 17 Uhr

Arbeitstreffen mit den Fachschaften und Initiativen

Konzeptentwicklung für die studentische Nutzung des QFW

 

Ab 20 Uhr

Konzert

TISCH 17

Eintritt frei!

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Donnerstag, 18. Januar, 16 Uhr

Ringvorlesung "Ware Bildung": Vortrag mit Diskussion

Käufliche Wissenschaft - über den Einfluss der Industrie auf Wissenschaft und Forschung

Reiner Braun, INES/IALANA

Zur Ankündigung

Freitag, 19. Januar, 12 Uhr

Workshop

Ein kostenloser, schlichter und blitzschnell zu beherrschender Webauftritt

mit Martin Budich & Stefan Nölle, Sozialforum und www.bo-alternativ.de

Zur Ankündigung

Sonntag, 21. Januar, 20 Uhr

Lesekreis

M. Heinrich: „Kritik der politischen Ökonomie - Eine Einführung"

Zur Homepage

Montag, 22. Januar, 18 Uhr

Vortrag

Braunbär Bruno- Friss die Gebirgsjäger! Making History. Kritische Geschichtswissenschaft und politische Intervention

mit Stephan Stracke

Zur Ankündigung

Dienstag, 23. Januar, 18 Uhr

Vortrag

Kritische Theorie - brauchbar für eine kritische Politik?

mit Christiane Borowy

Zur Ankündigung

 

Ab 20 Uhr

Das FUB-Café!

Mittwoch,  24. Januar, 20 (!) Uhr

Filmvorführung mit Diskussion

Filmreihe: Venezuela „bolivarisch"? 3:

5 FABRIKEN - ARBEITERKONTROLLE IN VENEZUELA (Venezuela 2005)

mit Sven Kühn

Zur Ankündigung

 

Sonntag, 28. Januar, 20 Uhr

Lesekreis

M. Heinrich: „Kritik der politischen Ökonomie - Eine Einführung"

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Motag, 29. Januar, 18 Uhr

Vortrag

Digitale Boheme, akademisches Subproletariat oder abgehängtes Prekariat. Prekarisierung, neue Klassenverhältnisse und alltäglicher Widerstand

mit Guido Arnold (Wuppertaler Sozialforum; Autor im Schwarzbuch Hartz IV) und Tom Binger (Freier Journalist; Autor im Schwarzbuch Hartz IV)

Zur Ankündigung

Dienstag, 30. Januar, ab 20 Uhr

Das FUB-Café!

Mittwoch, 31. Januar, 16 Uhr

In Fahrtrichtung links! 20 Jahre Bhf. Langendreer in Bochum.

Buchvorstellung und Diskussion

mit Dagmar Wolf & Uwe Vorberg

Zur Ankündigung

18 Uhr

Arbeitsgruppe von Fachschaften und Initiativen: Konzeptentwicklung für die studentische Nutzung des QFW

Plenum

20 Uhr

GEFÄNGNISBILDER, R: Harun Farocki, D 2000, 61 Min.

Filmvorführung mit Diskussion

Dr. Hilde Hoffmann

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Weiter zum Veranstaltungsprogramm im Februar 2007

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22.01.2007: Braunbär Bruno - Friss die Gebirgsjäger!
Samstag, 13. Januar 2007
Montag, 22. Januar

18 Uhr

Vortrag

Braunbär Bruno- Friss die Gebirgsjäger!

Making History. Kritische Geschichtswissenschaft und politische Intervention

Stephan Stracke

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19.01.2007: Ein kostenloser, schlichter und blitzschnell zu beherrschender Webauftritt
Freitag, 12. Januar 2007
Freitag, 19. Januar

12 Uhr

Workshop

Ein kostenloser, schlichter und blitzschnell zu beherrschender Webauftritt

mit Martin Budich & Stefan Nölle, Sozialforum und www.bo-alternativ.de

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29.1.2007: Digitale Boheme, akademisches Subproletariat
Mittwoch, 10. Januar 2007

Montag, 29. Januar, 2007

18 Uhr

Digitale Boheme, akademisches Subproletariat oder abgehängtes Prekariat

Prekarisierung, neue Klassenverhältnisse und alltäglicher Widerstand

Vortrag

Guido Arnold (Wuppertaler Sozialforum; Autor im Schwarzbuch Hartz IV)

Tom Binger (Freier Journalist; Autor im Schwarzbuch Hartz IV)

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11.1.2007: Der Verkauf der Landesentwicklungsgesellschaft NRW
Montag, 8. Januar 2007
Donnerstag, 11. Januar, 2007

20 Uhr

Der Verkauf der Landesentwicklungsgesellschaft NRW

Infoveranstaltung der Volksinitiative "Sichere Wohnungen und Arbeitsplätze"

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18.1.2007: Käufliche Wissenschaft - über den Einfluss der Industrie auf Wissenschaft und Forschung
Montag, 8. Januar 2007
Donnerstag, 18. Januar, 2007

16 Uhr

Käufliche Wissenschaft - über den Einfluss der Industrie auf Wissenschaft und Forschung

Vortrag

im Rahmen der Ringvorlesung "Ware Bildung"

Reiner Braun

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5.1.2007: MUSIKPOLIZEI
Mittwoch, 3. Januar 2007

Freitag, 5. Januar, ab 20 Uhr

Ob Moses P., Nick Cave, die Stones oder Prince - kein Plagiateur der Popszene wird der Rasta-Fahndung entkommen!

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23.1.2007: Kritische Theorie - brauchbar für eine kritische Politik?
Mittwoch, 3. Januar 2007
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5.1.2007: Der emanzipatorische Bildungsbegriff
Dienstag, 2. Januar 2007
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Veranstaltungsprogramm: Februar 2007
Sonntag, 31. Dezember 2006

Alternatives Vorlesungsverzeichnis

Veranstaltungsprogramm

Februar 2007

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Lesekreis: Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung
Sonntag, 31. Dezember 2006

Sonntags, 20 Uhr

Lesekreis

„Kritik der politischen Ökonomie - Eine Einführung" von Michael Heinrich

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31.01.2007: In Fahrtrichtung links! - 20 Jahre Bhf. Langendreer
Sonntag, 31. Dezember 2006
Mittwoch, 31.01.2007

In Fahrtrichtung links!

Vorstellung des Buchs zu 20 Jahre Bhf. Langendreer

mit Dagmar Wolf & Uwe Vorberg

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31.01.2007: GEFÄNGNISBILDER, R: Harun Farocki
Sonntag, 31. Dezember 2006
Mittwoch, 31.01.2007

GEFÄNGNISBILDER

Dokumentarfilm von Harun Farocki, D 2000, 61 Minuten

Filmvorführung mit Diskussion

Dr. Hilde Hoffmann

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Veranstaltungsprogramm: 20.12.2006
Samstag, 30. Dezember 2006
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FUB Programm 28.12.-31.12.
Mittwoch, 27. Dezember 2006
Freie Universität Bochum Veranstaltungsprogramm 28.-31. Dezember, 2006
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FUB Programm 18.12. - 21.12.
Montag, 18. Dezember 2006
FUB bleibt. Trotz Räumungsdrohung gehen die Veranstaltungen weiter!
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Filmreihe: Venezuela "bolivarisch"
Mittwoch, 22. November 2006
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Alternatives Vorlesungsverzeichnis - Ankündigung
Dienstag, 31. Oktober 2006

Alternatives Vorlesungsverzeichnis

Freie Universität Bochum

Wintersemester 2006/2007

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AVV - Tabellarische Übersicht
Dienstag, 31. Oktober 2006
Veranstaltungen in Übersicht
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Ringvorlesung "Ware Bildung"
Dienstag, 31. Oktober 2006

Freie Universität Bochum

WS 2006/2007

Ringvorlesung

Ware Bildung. Die Universität zwischen Kommodifizierung und Utopie

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Alternatives Vorlesungsverzeichnis - WS 2006/2007 - Programm
Dienstag, 31. Oktober 2006

Veranstaltungen


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FUB-Programm in den Semesterferien
Montag, 31. Juli 2006
Die Freie Uni kennt keine Semesterferien, es darf weiter gelernt werden!
Allerdings wird es nicht jeden Tag eine Veranstaltung geben. Achtet einfach regelmäßig auf die neusten Ankündigungen oder tragt euch in die Protestkomitee Mailinglist ein, über die auch immer das aktuelle Programm verschickt wird!

Ein Termin ist aber schon mal sicher: Vom 24.08 bis zum 29.08 findet an der Freien Uni Bochum ein landesweites Sommercamp statt. Geplant ist ein vielfältiges Programm mit jeder Menge abwechslungsreichen Vorträgen und Workshops. Über den genauen Ablauf halten wir euch natürlich auf dem Laufenden. Auf der Sitemap findet ihr auch einen Eintrag "Sommercamp 2006", unter dem alle Details stehen.

Natürlich könnt ihr auch außerhalb der Veranstaltungen gerne mal vorbei schauen. Es ist immer jemand da und kalte Getränke liegen auch im Kühlschrank!
So weit so gut. Die FUB wünscht allen schöne Semesterferien. Erholt euch vom Uni Stress und schaut mal rein!


1. August 20 Uhr, Freie Uni Bochum:

Der Theoretiker und die Bewegung - Das Beispiel John Holloway
Vortrag von Fabian Kettner, Arbeitskreis Rote Ruhr-Uni

Das Verhältnis von sozialer Bewegung und theoretischer Reflexion wird gemeinhin so bestimmt: Die Bewegung macht, die Theoretiker denken. Die einen Theoretiker sind bei der Bewegung nicht so beliebt, weil sie diese kritisieren; die anderen sind es schon eher, weil sie dieser zuarbeiten wollen. Von den Bewegungskritikern gilt, dass sie arrogant seien, von den Bewegungstheoretikern das Gegenteil.

Zu den Bewegungen der letzten Jahre entstanden einige Werke, die dann zur »Bibel« dieser Bewegungen ausgerufen wurden. Dazu zählt neben Michael Hardts & Antonio Negris Empire auch John Holloways Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen. Bewegungstheoretiker bemühen sich, (a) Bewegungen zu verstehen, (b) den geheimen oder offenen Sinn von Bewegungen zu artikulieren und (c) diesen Bewegungen mit ihrer Theorie eine Richtung zu geben. Dazu verknüpfen sie Theoriebestände mit aktuellen Protesten. Inwieweit ihre Theorie einerseits einem Bewegungsbewusstsein und einer Bewegungspolitik mitunter fatale Konsequenzen einlegt - und inwieweit sie andererseits bereit sind, ihr Denken anzupassen, um einer Bewegung nach dem Mund zu reden und ihre Wünsche in sie projizieren zu können, das soll in diesem Vortrag am Beispiel Holloways gezeigt werden.

Die These ist: Das Verhältnis des Theoretikers zur Bewegung ist genau umgekehrt zur verbreiteten Auffassung: Der Bewegungstheoretiker betrügt die Bewegung um das, was aus ihr werden könnte und erniedrigt sie, indem er sie wie ein unreifes Kind behandelt - der Bewegungskritiker nimmt sie überhaupt erst ernst und befindet sich mit ihr auf Augenhöhe, indem er sie kritisiert.

2. August 20 Uhr, Freie Uni Bochum: Filmvorführung (englische Originalversion)

Attac Campus Bochum zeigt: Life and Debt

Weltbank und Währungsfond behaupten nach wie vor, die Entwicklungsländer durch ihre Kredite und die daran gebundenen Reformen zu unterstützen. Die WTO verbreitet das Evangelium vom Freihandel als Allheilmittel für die dritte Welt. Der Film 'Life and Debt' zeigt am Beispiel Jamaika eindrucksvoll wie diese Methoden aber tatsächlich zur fortschreitenden Verarmung der Bevölkerung führen und Entwicklungsländer in eine ausweglose Schuldenfalle treiben.
 
FUB Programm 10.07. - 14.07.
Freitag, 7. Juli 2006
FUB Programm in den Semesterferien

Veranstaltungsprogramm 

10.7.-14.7.2006


DIENSTAG, 11.7.
12.00-14.00 Uhr:
Seminar: Dr. C. J. Bauer (Institut für Philosophie)
Gesellschaftskritik II: Marcuse, Der eindimensionale Mensch

MITTWOCH, 12.7.
16.00-18.00 Uhr:
Workshop: Labor e. V. (Bochum)
Weg von der Postkarte! - Verschlüsselung im Alltag

E-Mail stellt heutzutage äußerst wichtiges Kommunikationsmittel dar. Um so schockierend ist es, wie einfach sich E-Mails fälschen und mitlesen lassen. Um dem entgegenzuwirken wollen zwei Laboranten Jörg Bornschein und Daniel Otte in diesem Workshop Möglichkeiten zur E-Mail Verschlüsselung vorstellen, die einfach in der Bedienung und somit für den alltäglichen Einsatz für jedeN geeignet sind.

19.00-21.00 Uhr:
Vortrag: Dr. Christoph Hesse (Bochum)
Kulturindustrie und Kino

Sergej Eisenstein bemerkte einmal, daß der Film "die etwas berüchtigte Eigenschaft besitzt, Kunst und Industrie zu sein." Tatsächlich war der Film bereits eine Industrie, bevor er sich überhaupt zur Kunst fortentwickelte. Und noch die Filmkunst, die aus der kinematographischen Technik hervorging und eine "Sprache" erschuf, von der man schon in den 1920er Jahren behauptete, sie sei den Ausdrucksmöglichkeiten der traditionellen Künste ebenbürtig, hat die Spuren nicht verwischen können, die sie als Produkt der modernen Industrie ausweisen. Das betrifft zum einen die zur Filmproduktion erforderlichen technologischen Apparaturen, welche die Bedeutung des künstlerischen Handwerks herabsetzen, indem sie zahlreiche manuelle Verfahren durch industrielle ersetzen, und zum andern den Einsatz des Kapitals, das erforderlich ist, um einen Film produzieren zu können, und das seinerseits strikte Anforderungen an die Filmkunst stellt. Denn auch das in der Filmproduktion eingesetzte Kapital will sich gewinnbringend verwerten und nicht an einen wertlosen Kunstgegenstand verlieren. Zu diesem Zweck müssen die Werke als Waren kalkulierbar gemacht werden, auch was ihre ästhetische Organisation anbelangt. So hat die Filmindustrie stets neue Maßnahmen getroffen, um den vermeinten Erwartungen ihrer Kundschaft nicht nur zu entsprechen, sondern diese Erwartungen selbst mit entsprechenden Produkten vorauseilend zu dirigieren. Erstaunlich ist daher nicht so sehr, daß die Filmgeschichte zum großen Teil solche Filme hervorgebracht hat, von denen Adorno sagte, er sei bisher noch aus jedem dümmer wieder herausgekommen, sondern daß die Filmindustrie außerdem noch die etwas berüchtigte Eigenschaft besitzt, Kunst zu produzieren. Wie es dem Film gelungen ist, sich unter dem Regime der Kulturindustrie zur wichtigsten Kunst des letzten Jahrhunderts zu entwickeln, darum soll es in diesem Vortrag gehen.

ab 21.00 Uhr: 
Filmabend

Un Chien andalou
 (Ein andalusischer Hund), Frankreich 1928
Regie: Luis Buñuel. Drehbuch: Luis Buñuel, Salvador Dalí. Mit: Pierre Batcheff, Simone Maureuil, Salvador Dalí

L'Âge d'or (Das goldene Zeitalter), Frankreich 1930
Regie: Luis Buñuel. Drehbuch: Luis Buñuel, Salvador Dalí. Mit: Gaston Modot, Lya Lys.

Einleitung: Bernd Reinink

"Alles muß getan werden, alle Mittel sind recht, um die Ideale Familie, Vaterland, Religion zu zerschlagen." (André Breton)


"Für mich ist es selbstverständlich, die sogenannten ewigen Prinzipien anzugreifen, denn sie sind Instrumente der Unterdrückung, und ich glaube, daß man einen permanenten Kampf für die Freiheit führen muß." (Luis Buñuel)

Luis Buñuels frühe Filme Un Chien andalou (Ein andalusischer Hund, 1928) und L'Âge d'or (Das goldene Zeitalter, 1930) stehen in der Filmgeschichte einzig dar. Es handelt sich bei ihnen um die reinsten Dokumente einer im strengen Sinne surrealistischen Revolte gegen das Sinn- und Bedeutungsgebot, das über die Kunst hinaus mit der herrschenden Moral und Gesellschaftsauffassung liiert ist. Bleibt bei Un Chien andalou der intendierte Skandal noch aus, weil der Verstoß gegen die narrative Logik, die Fortsetzung der Traumproduktion mittels assoziativer Montage, die sexuellen Provokationen der - Aufregungen durchaus gewohnten - Pariser Kunstszene der 20er Jahre letztlich verdaulich bleiben, führt die Hinzufügung eines weiteren Giftstoffes, eines vom Marxismus gespeisten Klassenkampfdenkens, bei L'Âge d'or zum gewünschten Erfolg und zum größten Skandal der Filmgeschichte: um die Aufführung zu verhindern, werfen französische Faschisten Bomben gegen die Leinwand, liefern sich Saalschlachten mit Zuschauern und demolieren das berühmte Kino Studio 28 am Montmartre, woraufhin der Film von den Behörden verboten wird. Jean-Luc Godard ist also zuzustimmen, wenn er fünfzig Jahre später in Bezug auf L'Âge d'or vom "einzigen Kinofilm, der mal Staub aufgewirbelt hat", spricht, "der auch heute noch, muß man sagen, eine große Kraft besitzt."

DONNERSTAG, 13.7.
10.00 Uhr:
Vollversammlung aller Studierenden der RUB

Alle Studierenden der Ruhr-Universität Bochum sind aufgerufen sich auf dem Nordforum vor der Universitätswaltung einzufinden. Auf der Vollversammlung sollen die neuesten Entwicklungen zur Einführung allgemeiner Studiengebühren an der RUB erläutert werden.

20.00 Uhr:
Vortrag mit Diskussion: Ingo Elbe (Bochum)
Kennen Sie Marx? Eine Einführung zu Lesarten der Marxschen Theorie

Lange Zeit hindurch konnten die Diskurse des partei-, später staatsoffiziellen Marxismus sowie des 'westlichen' Antikommunismus die nahezu uneingeschränkte Definitionsmacht über das beanspruchen, was gemeinhin als 'Marxscher' oder 'wissenschaftlicher Sozialismus' galt. Beide, parteioffizielle Vertreter wie bürgerliche Kritiker, kleisterten – vor allem vermittelt über die Interpretationen Friedrich Engels' – gerade aus den der klassischen politischen Ökonomie und bürgerlichen Geschichtsphilosophie verhafteten Restbeständen in Marx' Schriften ein absurdes System 'eherner Notwendigkeiten' des geschichtlichen Fortschritts sowie einer 'historischen Mission' des Proletariats zusammen. Unterfüttert wurde das Ganze von einer zur alternativen Volkswirtschaftslehre pervertierten Deutung der Kritik der politischen Ökonomie. Im zwanzigsten Jahrhundert entstanden aber auch oppositionelle Formen der Marx-Deutung, die mit dem Label "westlicher Marxismus" und "neue Marx-Lektüre" versehen werden.

Der Vortrag bietet eine verständliche Einführung in die theoretischen Modelle der Marx-Interpretation sowohl des traditionellen Marxismus als auch der kritischen Marxismen. Durch die lange Rezeptionsgeschichte des letzten Jahrhunderts hindurch soll ein Bild von Marx erkennbar werden, das den einen oder die andere überraschen wird...

Ingo Elbe ist Philosoph und promoviert zur Zeit zum Thema "Die neue Marx-Lektüre in der Bundesrepublik".

FREITAG, 14.7.
10.00-14.00 Uhr:
Seminar: Dr. Hilde Hoffmann (Institut für Medienwissenschaft)
Mediensysteme/Medieninstitutionen
Thema der Sitzung: 'Globale Netzwerke'

20.00-21.00 Uhr:
Lesung: Carsten Marc Pfeffer und Thomas Schlick

Thomas Schlick liest Prosagedichte aus der 'Seifenblasenjugend', Carsten Marc Pfeffer u. a. Auszüge aus seiner neuen Novelle.

ab 21.00 Uhr: 
Die Theologie-Party kommt an die FUB!

Eintritt frei!
 
FUB Programm 03.07. - 07.07.
Sonntag, 2. Juli 2006
FUB Programm 26.6.-6.7.

Veranstaltungsprogramm 

3.7.-7.7.2006


DIENSTAG, 4.7.

12.00-14.00 Uhr:

Seminar:

Dr. C. J. Bauer (Institut für Philosophie)

Gesellschaftskritik II: Marcuse, Der eindimensionale Mensch

(Seminarraum)


16.00-18.00 Uhr:

Bewegungsworkshop

Yoga und Tanz - kommt hin und macht mit!

Ohne Anmeldung!


19.00 Uhr:

Buchvorstellung und Diskussion:

Christian Dornbusch und Hans-Peter Killguss (Antirassistisches Bildungsforum Rheinland)

Unheilige Allianzen: Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus


Im Schatten des Black-Metal-Mainstreams hat sich eine Underground-Szene aus Bands, Fans und Magazinen entwickelt, die sich zwischen Satanismus, Heidentum und offener Glorifizierung des Nationalsozialismus bewegt. Die Anhänger eines sozialdarwinistisch geprägten Satanismus beanspruchen als selbsternannte ›Elite‹ ein ›Recht des Stärkeren‹ und propagieren die Vernichtung all dessen, was in ihren Augen schwach ist.

Um sich vom Christentum abzugrenzen, begeben sich andere Musiker auf die spirituelle Suche nach ihren ›eigenen‹ Wurzeln. Sie erheben das germanische Heidentum zur Heilsreligion, fordern ein Leben nach vermeintlichen Gesetzen der Natur und die Vertreibung derer, die nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Obgleich von der Öffentlichkeit weniger beachtet, haben die extrem rechten Bands des Genres unter dem Label NS-Black-Metal den Schulterschluss mit ihren ›Brüdern im Geiste‹, den neonazistischen Skinheads, längst vollzogen.

Die Referenten der Veranstaltung sind die Autoren des Buches „Unheilige Allianzen – Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus“. In Ihrem Vortrag werden sie die Entwicklung des Black Metal und seiner Szene beschreiben, die Motive des Genres sowie ihre Verknüpfung mit der Ideenwelt der extremen Rechten analysieren und Bands und Akteure benennen, die zum neonazistischen Untergrund in Deutschland und Europa gehören.


MITTWOCH, 5.7.

10.00-12.00 Uhr:

Dr. Michael Flacke (Institut für Philosophie)

Seminar:

Theorien der Geschichtsschreibung


Thema: Auseinandersetzung zwischen Handlung und Struktur in der Debatte um Geschichtsschreibung in den 80er Jahren
Text: Thomas Sokoll: Kulturanthropologie und Historische Sozialwissenschaft, in: Mergel, Th./Welskopp, Th. (Hg.): Geschichte zwischen Kultur und Gesellschaft, München 1997, S. 233 - 272.



DONNERSTAG, 6.7.

15.00-18.00 Uhr:

Vorträge mit Diskussion:

Dispositive der Macht - Dispositive der Medien

15.00-16.00 Uhr:

Sebastian Scholz (Institut für Medienwissenschaft)

(Un)Sichtbarkeitszonen. Politische Potentiale der Medienwissenschaft

Man kann nicht sinnvoll von Politik sprechen, ohne damit zugleich auch ‚Medien’ (ob als Technik, Signifikationssystem, Dispositiv oder Institution) zu adressieren, umgekehrt erfreuen sich die „Politiken der Medien“ gegenwärtig vermehrter wissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Wenn Judith Butler in einem ihrer jüngsten Essays behauptet, die Sphäre der Öffentlichkeit werde von dem vorgezeichnet, was sich nicht sagen lässt und was nicht gezeigt werden kann, so dass die „Grenzen des Sagbaren und die Grenzen dessen, was erscheinen kann“ den Bereich definieren, in dem das politische Sprechen wirksam werden kann, ist auch damit auf einen unauflöslichen und immanenten Zusammenhang von Politik und Sichtbarkeit verwiesen. Damit ist aber nicht ein, wie auch immer, manipulativer Aspekt ‚der Medien’ gemeint. Medien sind beteiligt an der Errichtung von Sichtbarkeitszonen. Die Frage, was Einschluss in diese Zonen findet und was als Unsichtbares ausgeschlossen bleibt, ist eine Frage des Politischen der Medien und nur bedingt, wie Butler glaubt, ein „Instrument der Zensur“. Wie ist also jener Bereich zu fassen, der als Ebene der Bedingung der Möglichkeit für das Erscheinen und Zusammenwirken von Medien und Politik das Politische mit dem Medialen verbindet?

Unter Rückgriff auf Foucaults Konzept der Heterogenität von Sichtbarem und Sagbarem, könnten sowohl Aufschlüsse über das spezifisch Mediale des Politischen gewonnen werden, als auch Hinweise für eine politisch informierte Rede von Medien und Medialem. Diese Verschränkungsfigur kann als der Einsatz des Denkens dienen, welcher die Vorgänge der Sichtbarkeitsproduktion sowie der Kopplung von Sichtbarem und Sagbarem zu einem (tautologischen) ‚Dispositiv der augenscheinlichen Evidenz’ kenntlich macht.

In der Problematisierung des Zusammenhangs von Sichtbarem und Sagbarem und der damit entstehenden politischen Zonen von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit liegt eine dringliche Aufgabe (nicht allein) medienwissenschaftlichen Denkens und Arbeitens.


Sebastian Scholz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.

16.00-17.00 Uhr:

Hanna Surma/Dr. Andrea Seier (Institut für Medienwissenschaft)

Medien und (Selbst-)Führung. Aktuelle Lifestyle-Formate im Fernsehen


Die deutsche Fernsehlandschaft weist gegenwärtig einen neuen Sendetypus auf, der sich unter dem Stichwort „Lifestyle-TV“ subsumieren lässt. Benannt ist damit eine spezifische Ausdiffe-renzierung des seit den 1990er Jahren im europäischen und amerikanischen Fernsehen auf-kommenden Reality-TV, das seine Vorläufer sowohl in Printmedien (Zeitschriften, Ratgeber-Literatur) als auch im filmischen und vor allem fernsehspezifischen Dokumentarismus hat: Kochen und Heimwerken, Dekorieren und Putzen, Gartenarbeit und Kindererziehung, Mode und Partnerwahl, d.h. bislang als privat konnotierte und feminisierte Bereiche der „Sorge um sich“ (Foucault) werden seit einiger Zeit mit je eigenen Formaten und Inszenierungsstrategien im Fernsehen thematisiert. Auf der Basis der Arbeiten Michel Foucaults, in deren Zentrum die Verklammerung gesellschaftlicher Machtformationen, Wissensformen und Selbsttechnologien steht, untersucht der Beitrag den Zusammenhang von Medien- und Selbsttechnologien anhand aktueller Programme. Notwendig wird dabei, Foucaults Arbeiten im Hinblick auf medienspezifische Fragestellungen zu spezifizieren, etwa um den besonderen Stellenwert von Medien im Kontext von Selbsttechnologien präzisieren zu können.

17.00-18.00 Uhr:

Abschließende Diskussion


19.30 Uhr:

Vortrag mit Diskussion:

Prof. Dr. Reinhart Kößler (Münster)

Vom Umgang mit einem Völkermord: Probleme der Versöhnung zwischen Namibia und Deutschland


Bei der Betrachtung kolonialer Vergangenheit Deutschlands wird oft übersehen, eine wie wichtige Rolle Kolonien - ungeachtet der nur drei Jahrzehnte währenden effektiven deutschen Kolonialherrschaft - auch für den deutschen Nationalismus gespielt haben. Eine besondere Bedeutung hat dabei der Völkermord, der Teil der Strategie während des Herero-Deutschen und Nama-Deutschen Krieges in Namibia 1904-1908 war.

Aktueller Anlass für die Auseinandersetzung mit diesen Fragen ist zum einen das neu erwachte Interesse an der kolonialen Vergangenheit Deutschlands und zum anderen die eng damit verknüpfte Debatte um adäquate Formen der Versöhnung nach der lange überfälligen Entschuldigung, die Ministerin Wieczorek-Zeul am 11. August 2004 bei der Gedenkfeier zum 100. Jahrestag der Schlacht am Waterberg ausgesprochen hat. Hier zeigen sich die verwickelten Interessenkonstellationen, die in Namibia zum guten Teil auch Folge der kolonialen Herrschaft sind, zum anderen aber stellen sich schwierige Fragen des Umgangs mit dem Problem des Völkermordes auch vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhhunderts.

Reinhart Kößler ist apl. Professor am Institut für Soziologie in Münster und Mitbegründer und Redaktionsmitglied der "Peripherie. Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt".


ab 21.00 Uhr:

Salsa Tanzkurs

Lust das Tanzbein zu schwingen? Der AStA Tanzkreis kommt an die FUB!


Zum zweiten mal findet unter der Leitung von Bernd Bruns der AStA-Tanzkurs in der FUB statt. Diesmal will er das kleine Fleck vor dem ehem. Querforum West in eins der weltweiten Zentren - neben New York, Miami, Puerto Rico, Kuba und Venezuela - der SALSA verwandeln!
 
Ohne Anmeldung!



FREITAG, 7.7.

ab 20 Uhr:

Lesung:

VOLXBEGEHREN supported by ROB DOG

Rob Dog aka Robert Schindelbeck, das Enfant terrible unter den Gladbacher Untergrundpoeten, haut seinen Zuhörern schnoddrige Geschichte über Verlierer und Verrückte um die Ohren und erteilt Einblicke in das anarchische Literatenleben fernab jeglicher Bestsellerlisten. Dazwischen teilt er auch gerne schon mal kräftig aus gegen alles was ankotzt und seziert mit schnellen Schnitten das Zwischenmenschliche.

Das Düsseldorfer Literatainment-Duo VOLXBEGEHREN (bestehend aus dem Poeten Jonas Jahn und dem Rock-Barden Life P.), präsentieren auf der Bühne Gedichte, Geschichten und Sonx, oft spontan und oft interaktiv ziehen sich auch mal Comedy-und Kabarettelemente durch ihr Programm. Mal abwechselnd, mal gemeinsam und manchmal auch gegeneinander hat VOLXBEGEHREN doch nur ein Ziel: Rocken! Jahns Slam-Lyrik ist offensiv und pathetisch, seine Geschichten suchen den Alltag zu überwinden. Life P. beweist in seinen Rock/Blues/Country beeinflussten Sonx ein Herz für Loser und behandelt Alltägliches wie das nächste Bier oder das Zusammenleben mit all den Arschlöchern da draußen.

Erstmals treten die Drei zusammen auf einer Bühne auf, um alle wackeren Besetzer-Innen und ProtestlerInnen an der Freien Uni Bochum zu unterstützen und den Pott für sich zu erobern.



 
FUB Programm 26.06. - 30.06.
Sonntag, 2. Juli 2006

MONTAG, 26.6.

10.00-14.00 Uhr:

Dr. Hilde Hoffmann / Dr. Eva Hohenberger (Institut für Medienwissenschaft)

Seminar:

Lang lebe der Amateur!



DIENSTAG, 27.6.

20.00 Uhr:

Filmvorführung:

Der Saustall

(Coup de torchon, Frankreich 1981)

Regie: Bertrand Tavernier
Mit Philippe Noiret, Isabelle Huppert, Stéphane Audran u.a.

Einleitung: Dr. Christoph Hesse (Bochum)


"Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs spielt sich unter den  Verwaltungsbeamten und deren Ehefrauen in einer französischen Kolonie in  Westafrika eine makabre Komödie ab, die in blutigen Ernst umschlägt, als  ein gedemütigter Polizist seine Peiniger der Reihe nach zur Strecke bringt", schreibt das Lexikon des internationalen Films. "Bertrand Tavernier entwirft das zynische Bild einer maroden Zivilisation, deren Moralprinzipien sich als brüchige Fassade erweisen: Im 'Saustall' herrscht der totale Amoralismus, das reine Lustprinzip" -- das allerdings unter den Bedigungen einer von Ausbeutung und Herrschaft gezeichneten Gesellschaft nichts anderes sein kann als die unverhohlene Affirmation des Zwangs, den diese Gesellschaft auch der herrschenden Klasse auferlegt. In den Außenbezirken der kapitalistischen Welt gelten andere Gesetze als die der Freiheit und Gleichheit, welche die bürgerliche Gesellschaft für sich in Anspruch nimmt. Unter diesen Bedingungen läßt auch die Bourgeoisie ihren diskreten Charme vermissen und sucht Zuflucht zu jener ungezügelten Asozialität, die sie selbst als eine angebliche Natureigenschaft der 'Neger' und Proleten verachtet.



MITTWOCH, 28.6.

15.00 Uhr:

Filmvorführung:

Blutige Erdbeeren (USA 1970)

Regie: Stuart Hagmann

Dieser New Hollywood-Film zeigt eine Episode aus der amerikanischen Studentenbewegung der 60er Jahre. Die anschließende Diskussion konzentriert sich auf die ganz besondere Rezeptionsgeschichte des Films in Deutschland Ost und Deutschland West.

Im Anschluss: 

16.30-17.30 Uhr:

Dr. Jörg Schweinitz (Institut für Medienwissenschaft)

Diskussion zum Film "Blutige Erdbeeren"
im Rahmen des Seminars: Reinventing Film Studies. Filmforschung im Medienzeitalter

 

20.00 Uhr:

Vortrag:

Aycan Demirell (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus-Berlin)

Antisemitismus in migrantisch-moslemischen Communities

Wer Sechzig Jahre nach der fast vollständigen Ausrottung des europäischen Judentums durch eine zur totalen Vernichtungsmaschinerie verschweißten deutschen Volksgemeinschaft noch die Hoffnung hegte, dass Antisemitismus in Deutschland nach 1945 endgültig der Vergangenheit angehört, muss sich angesichts empirischer Befunde eines Besseren belehren lassen.

Schließlich glauben bis zu 50 Prozent der Deutschen weiterhin, dass Juden versuchten, aus der Vergangenheit des Dritten Reiches heute ihren materiellen Vorteil zu ziehen und die Deutschen dafür zahlen zu lassen. 63 Prozent der Deutschen sind darüber hinaus der Auffassung, dass ein „Schlussstrich unter die Diskussion über Judenverfolgung“ gezogen werden sollte. Einer Allensbacher-Studie zufolge kommen sogar auf jeden in Deutschland lebenden Juden 300 Antisemiten.

In den letzten Jahren hat sich allerdings dem Antisemitismus der deutschen Mehrheitsgesellschaft, ein bisher kaum wahrgenommener und thematisierter migrantischer Antisemitismus zugesellt, der zunehmend Verbreitung findet. So gilt die Bezeichnung „Jude“ in bestimmten migrantischen Communities, gerade unter Jugendlichen, mithin als Schimpf- und Schmähwort. Antisemitische Verschwörungstheorien über den 11. September gehören dabei ebenfalls zum festen Kanon eines migrantischen Antisemitismus wie die Feindschaft gegen Israel, die in den meisten Fällen bis zum Vernichtungswunsch reicht.

Über Träger, Motive und Diskurse aus welchen sich dieser spezifisch migrantisch moslemische Antisemitismus speist, wird Aycan Demirell von der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus referieren und über die Arbeit der KIgA mit migrantischen Jugendlichen berichten. Die KIgA wurde im Jahr 2003 gegründet und entwickelt seit 2004 pädagogische Konzepte und führt Projekte durch, die sich mit aktuellem Antisemitismus auseinandersetzen. Die Zielgruppe bilden Jugendliche aus kulturell gemischten Gruppen oder mit Migrationshintergrund.

Die Diskussionsveranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem AStA Referat für Grund- und Freiheitsrechte und dem Aktionsbündnis der antifaschistischen FachschaftlerInnen der RUB (Abafru).


DONNERSTAG, 29.6.

19.30 Uhr:

Lesung:

Matthias Schamp (Bochum)

liest aus seinem Cyber-Westernroman "Hirntreiben" (2001) und dem Erzählband "Zärtliche Massaker. Geschichten aus dem Ruhrgebiet" (2003)

"Zukunftsvision: Die Außenwelt - "versunken wie einst Atlantis" - existiert nur mehr als Fiktion einer im Zentralcomputer generierten Wirklichkeit. Die Menschen sind zu isolierten und medikamentös unterjochten Dumpf-Gehirnen geschrumpft, der von ihnen selbst geschaffenen künstlichen Intelligenz um Welten unterlegen. Fred, Joe, Scotty, Mack, Sam, Jim, Bill und der Erzähler Kid sind einfache Hilfsprogramme. Ihr Credo lautet: "Du sollst nicht gegen die Programmierung verstoßen". Ihre Aufgabe ist es, eine Herde menschlicher Hirne nach Osten zu treiben. Aus unerfindlichen Gründen allerdings werden die "Brainboys" einer nach den anderen defekt und stellen nicht vorgesehene Fragen nach dem Sinn des Ganzen. "Sie grübeln sich weg", was bedeutet: Sie werden gnadenlos gelöscht. Der Autor und Konzeptkünstler Matthias Schamp (37) kreuzt mit seinem Roman Hirntreiben.EEG den Western mit dem Science-Fiction-Genre. Aus dieser Kombination ergibt sich eine Reihe von Gags und ein paar davon sind auch ganz amüsant - dieser Level des Wortwitzes wird auf den immerhin zweihundert Seiten dann jedoch kaum mehr vertieft. In Tradition der Trivialadaption mit Kunstanspruch hält Schamp sein Werk mit dem Augenzwinkern der Ironie auf Distanz zu den Niederungen des Schunds. Das Spiel mit der Nichterfüllung von Erwartungshaltungen fordert den Verzicht auf die in Western und Science-Fiction üblichen Qualitätsansprüche; damit schwindet aber auch deren Unterhaltungswert, auf den andererseits rekurriert wird." (www.lyrikwelt.de/rezensionen/hirntreiben-r.htm)


FREITAG, 30.6.

19.30-21.00:


Vortrag mit Diskussion


Felix Oekentorp (Friedensplenum Bochum)

Nie wieder Krieg - ohne uns? Einige Thesen zum Euorpäischen Verfassungsvertrag


"Der vorgelegte EU-Verfassungsvertrag ist eine Militärverfassung" – diese provokante These versucht Felix Oekentorp vom Friedensplenum Bochum anhand der Analyse einschlägiger Passagen des EU-Verfassungsvertragstextes zu belegen. Er ordnet dabei den EU-Verfassungsvertrag in den Kontext aktueller militärpolitischen Entwicklungen in der EU ein und setzt diese anschließend zu den aktuellen Prozessen auf der Ebene der Bundesrepublik Deutschland in Bezug.
 
FUB-Programm 19.06. - 23.06.
Samstag, 10. Juni 2006
Freie Universität Bochum

Programm

19.6.-23.6.2006

MONTAG, 19.6.

10.00-12.00 Uhr:
Dr. Hilde Hoffmann / Dr. Eva Hohenberger (Medienwissenschaft)
Seminar: Lang lebe der Amateur!
Thema: Amateurmaterial in Profikontexten


12.00-14.00 Uhr:
Homemovies
(im Anschluss an das Seminar: Lang lebe der Amateur!)
Thorsten Alisch (war nix/macht nix, Berlin)
präsentiert die legendären 'Angelika' Rollen
(Veranstaltungsraum)

ab 20.00 Uhr
Asta Referat für kritische Wissenschaft
Die bürgerliche Gesellschaft im Film 2:
Der Mann, der Liberty Valance erschoß
(The Man Who Shot Liberty Valance, USA 1962)
Regie: John Ford
Mit James Stewart, John Wayne, Vera Miles u.a.
Einleitung: Dr. Christoph Hesse

The Man Who Shot Liberty Valance, ein Spätwerk des klassischen Hollywoodkinos, wird gemeinhin als Abgesang auf die Mythen des Wilden Westens verstanden. Interessanter erscheinen allerdings die Mythen der bürgerlichen Gesellschaft, die der Film demontiert. Aufschlußreicher als der wehmütige Blick auf den Wilden Westen ist die Botschaft, daß auch die bürgerliche Zivilisation sich auf rohe Gewalt gründet und, um dies vergessen zu machen, ihre eigene Ruhmesgeschichte erfinden muß. „When the legend becomes truth, print the legend“, sagt ein Journalist, nachdem er die Wahrheit über den Mann, der Liberty Valance erschoß, erfahren hat.

DIENSTAG, 20.6.
16.00 Uhr
Jörch Schönewerk liest Kurzgeschichten aus seiner Kurzgeschichtensammlung
"Im Kampf gegen Kapital und Schornsteinfeger"

Dummheit ist eine weit verbreitete Krankheit, die gerade vor den vermeintlichen Autoritäten dieses Landes keinen Halt macht. Das vom Autor beherzigte Motto "Lacht kaputt, was euch kaputt macht!" liefert möglicherweise einen probaten Ansatz, mit allerlei nervenden ZeitgenossInnen, Amtsträgern, uniformierten Schlägern, Berufshändeschüttlern und ähnlichen Irrlichtern adäquat umzugehen. Er liefert aber nicht nur einfache, schnöde Kritik, sondern bietet auch konkrete Antworten auf wichtige Fragen. Beispielsweise erfährt man, wie Menschen in Enten verwandelt werden und Nazis im wahrsten Sinne des Wortes Feuer unterm Hintern gemacht werden kann.

17.00-18.00
Rote Hilfe e. V.
Was  tun wenn's brennt? Tipps und Tricks zum Demo-Verhalten II
Protest-Coaching und Demo-Fitness für die Action in Düsseldorf am 21.6.!

MITTWOCH, 21.06. 
Keine Veranstaltungen wegen der Demonstration in Düsseldorf

DONNERSTAG, 22.6.
20.00 Uhr
Cha Cha Cha Tanzkurs

Lust das Tanzbein zu schwingen?
Der AStA Tanzkreis kommt an die FUB!

Unter der Leitung von Bernd Bruns wird die lateinamerikanische Lebensart an die FUB kommen. Keck und aufmüpfig präsentiert sich der Cha Cha Cha mit seinem lebhaften, sehr deutlichen Takt. Die klare Betonung zwingt zu raschen Schritten und akzentuierten Bewegungen, die Vielfalt der musikalischen Gestaltungsmöglichkeiten erlaubt eine Fülle raffinierter Schrittkombinationen. Cha Cha Cha ist Leben pur und eignet sich gut zum Flirten. Daher verwundert es kaum, daß er seit seinem Erscheinen in den 50er Jahren zum populärsten lateinamerikanischen Tanz avanciert ist.

Ohne Anmeldung!

FREITAG, 23.6.
16.00-18.00 Uhr
Herbert Steeg (Krefeld)
"Demokratische Gegenhochschule" in den 70er Jahren
Vortrag mit Diskussion

Am Anfang der deutschen Studentenbewegung stand der Schock des 2. Juni 1967. Die Antwort darauf war in Berlin die "Kritische Universität". Daraus entwickelte sich in der 70ern das Konzept der "Demokratischen Gegenhochschule (DGH)", vor allem im bundesweiten Studentenstreik 1977 gegen das HRG. Als jemand der dabei war, informiert Herbert Steeg über die damalige Studentenbewegung und ihre Strategien.

Infomaterial: Flugblätter des MSB Spartakus FH Niederrhein

"Sozialbeiträge: Es bleibt nicht bei 10 DM!" (18.6.1974)

"Was tun?" (o.D.)
ab 19.30 Uhr:
Midsommar-Fest der Skandinavistik


 
FUB-Programm 12.06. - 16.06.
Samstag, 10. Juni 2006
MO, 12.6.
  • 10-14 Uhr Dr. Hilde Hoffmann / Dr. Eva Hohenberger (Medienwissenschaft) Seminar: Lang lebe der Amateur! Thema: Der Künstler als Amateur / Der Künstler als Sammler
  • Ab 20 Uhr Best of Videofestival ( 2 )
DI, 13.6.
  • 10-12 Uhr PD. Dr. Niels Werber (Medienwissenschaft)
    Seminar: Druck. Zur Geschichte und Theorie der Printmedien
    (Veranstaltungsraum)
  • 12-14 Uhr PD. Dr. Niels Werber (Medienwissenschaft)
    Seminar: Funk und Radio. Von der Funkttelegraphie zum Broadcasting
    (Veranstatlungsraum)
  • 12-14 Uhr Dr. C. J. Bauer (Philosophie). Seminar:
    "Gesellschaftskritik II: Marcuse, Der eindimensionale
    Mensch" (Seminarraum)
  • 16-18 Uhr
    Dr. Rainer Vowe (Medienwissenschaft)
    Die Darstellung von ImmigrantInnen und ArbeiterInnen im Fernsehen
    Fernsehdokumentation und Diskussion
    (Veranstaltungsraum)
    Zur Ankündigung
  • 20:00 Uhr Asta Referat für kritische Wissenschaft Die bürgerliche Gesellschaft im Film 1:
    Weekend ( USA/F, 1967, R: Jean-Luc Godard )
    Einführung: Dr. Christoph Hesse ( Rote Ruhr-Uni )
    Zur Ankündigung
MI, 14.6.
  • 14-16 Uhr
    Michael Kersken (Uni Duisburg-Essen)
    Mediendesign Kurs: Flyer und Plakate entwerfen - Umsetzung eurer kreativen Ideen!
  • 16-18 Uhr
    Gruppe roter Salon
    `...dann würde ja niemand mehr arbeiten!´
    Konzeptionen und Entwürfe eines garantierten Grundeinkommens
    Zur Ankündigung
  • 20:00 Uhr Veranstaltung Kanal B
    Mit Filmvorführung


  • Ankündigungen:

    Dienstag, 13.06.
    16:00 Uhr

    Dr. Rainer Vowe (Medienwissenschaft)
    Die Darstellung von ImmigrantInnen und ArbeiterInnen im Fernsehen
    Fernsehdokumentation und Diskussion

    Der amerikanische Dokumentarfilm Class Dismissed – How Tv Frames the Working Class ( Regie: Loretta Alper, Pepi Leistyna, USA 2005, Doku, 62 min., OmEU) analysiert die Darstellung der Arbeiterkasse vom Anfang des Fernsehens in Amerika bis hin zu den heutigen Sitcoms, Realityshows, Polizeidramen und Talkshows; er untersucht, wie Rasse, Geschlecht und Sexualität sich mit dem Klassenbegriff überschneiden. Für die Diskussion stehen Beispiele aus dem deutschen Fernsehen zur Verfügung.

    Dienstag, 13.06.
    20:00 Uhr

    Asta Referat für kritische Wissenschaft
    Die bürgerliche Gesellschaft im Film 1:
    Weekend ( USA/F, 1967, R: Jean-Luc Godard )
    Einführung: Dr. Christoph Hesse ( Rote Ruhr-Uni )

    Als einen ‚Film auf dem Schrotthaufen gefunden’ bezeichnet sich Weekend selbst. Der Wochenendausflug, zu dem Corinne und Roland aufbrechen, ist eine Reise durch die Trümmern der bürgerlichen Gesellschaft, die in der Epoche ihres Zerfalls ihre barbarische Herkunft wieder zu erkennen gibt. Die Trümmer jedoch, als welche sich die Montagestücke des Films selbst bald offenbaren, „laden nicht ein zur selbstgenügsamen Betrachtung, sie wecken Wut und Lust: Wut über das Begonnene, Lust, es zu vollenden. Diese Lust soll aber nicht blind sein wie das Gesetz der Geschichte, unter dem die Zerstörung begann.“ (Filmkritik Nr. 146, 2/1969)

    Mittwoch, 14.6.
    16:00 Uhr:
    Gruppe roter Salon ...dann würde ja niemand mehr arbeiten! ´
    Konzeptionen und Entwürfe eines garantierten Grundeinkommens

    An den Vorwurf "weltfremder Träumerei" hat sich längst gewöhnt, wer gegen Studiengebühren streitet. Und depressiv macht, immer defensiver argumentieren zu müssen, "wenigstens keine Gebühren in der Regelstudienzeit" zu fordern z.B.. Lang muss es her sein, dass für ein elternunabhängiges Bafög für alle protestiert wurde.

    Wie weltfremd ist die Forderung nach Geld für alle ohne unnötige Repression?

    Nicht nur bei Studiengebühren frustriert, ausschließlich in der Abwehr zu agieren, also angeblich "besitzstandswahrend". Um in den vergangenen beiden Jahren dem sozialen Angriff durch die Hartz-IV- Gesetze nicht allein die schlechten alten Sozialhilferegelungen entgegen halten zu können, haben sich so einige mit der Forderung nach garantiertem Grundeinkommen befasst. Von utopischen Sozialisten in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erdacht, wird die Forderung heute von unterschiedlichen politischen Standpunkten aus neu formuliert. Das Spektrum reicht vom ªExistenzgeld´ der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen über das konsumsteuerfinanzierte Modell des DM-Drogerieketteninhabers und Anthroposophen Götz Werner bis hin zu unverkennbar neoliberalen Adaptionen. Ungewohnt ist auch der Vorschlag, Grundeinkommen ganz realpolitisch als ein globales Projekt zu formulieren.

    Verschiedene Ansätze werden zusammenfassend dar- und zur Diskussion gestellt, ebenso ein Vorschlag für Basisanforderungen an die Modelle sowie einige Anmerkungen zum Konzept "politischer Richtungsforderungen".

 
FUB-Programm 05.06. - 09.06.
Sonntag, 4. Juni 2006
Di, 06.06.2006, ab 20 Uhr: 'Themroc'
Filmvorführung - der Klassiker des 'antibürgerlichen Films'

Themroc hat einen langweiligen Alltag. Morgens aufstehen, von Muttern zur Pünklichkeit ermahnt werden, das Schwesterchen nackt beim Schlafen zu beobachten, auf der Treppe einer Hausbewohnerin lüstern nachschauen, mit dem Fahrrad zur Metro und mit der Metro zur Arbeit fahren, um dort die nach außen gerichteten Fensterrahmen zu streichen. Nachdem er seinen Chef beim Befingern seiner Sekretärin durchs Fenster beobachtet und daraufhin von diesem eine Rüge erteilt kriegt, ist er nicht mehr zu bremsen , das Tier in Themroc bricht durch. Er schnappt sich seine Schwester, mauert die Tür zu seinem Zimmer zu und bricht die Außenwand der Hinterhauswohnung im ersten Stock heraus. In dieser Großstadthöhle lebt er nun mit seiner Schwester und anderen Gleichgesinnten freie Sexualität aus, zieht nachts durch die Straßen und jagt sich Polizisten, die dann über offenen Feuer gegrillt werden. Die Einsatztruppen versuchen mit allen Mitteln, Herr der Lage zu werden, aber schon klopfen an allen Ecken und Enden Leute an den Außenwänden ihrer Wohnung herum...

Mi, 07.06.2006, ab 12 Uhr: 2. Politischer Mittwoch an der FUB
mit Ulla Jelpke, MdB Dortmund - Thema: Bildung und Migration

Die Dortmunder Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (Linkspartei) hat sich schon am Tag nach der Gründung mit der Freien Universität Bochum solidarisiert. Schwerpunkte ihrer langjährigen politischen Arbeit im Bundestag, in der Hamburger Bürgerschaft sowie in vielen Initiativen und Basisbewegungen sind die Migrations- und Flüchtlingspolitik, Sicherheitsgesetze und die Verteidigung von Grundrechten, Antifaschismus und Menschenrechtsfragen. In der FUB spricht sie über den Zusammenhang von Bildung und Migration sowie über die besonderen Benachteiligungen ausländischer Studierender im deutschen Bildungs- und Gesellschaftsystem. In einer Diskussion können im Anschluss Perspektiven für eine sozial gerechte Bildungspolitik entwickelt werden, die insbesondere die Situation von MigrantInnen und Flüchtlingen in der BRD berücksichtigt.

Do, 08.06.2006, ab 16 Uhr: - 'Zersetzung der Macht der Multis von innen'
Vortrag und Diskussion mit Wolgang Schaumberg

Wolfgang Schaumberg arbeitete 30 Jahre lang im GM-Opel-Werk Bochum und war 25 Jahre Mitglied im Betriebsrat. Er ist Vortandsvorsitzender des Trägervereins des kritischen gewerkschaftlichen Netzwerkes 'Labournet' und aktiv in der Weltsozialforen-Bewegung. In der FUB berichtet er von den Erfolgen, Problemen und Perspektiven linker Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit in multinationalen Konzernen. Multinationale Konzerne lenken den Globalisierungsprozess zusammen mit den ihren Interessen dienenden internationalen Institutionen bei Komplizenschaft der nationalen Regierungen, heißt es in der Charta des Weltsozialforums. Mit der Macht der Multis setzen sich viele allerdings gar nicht (mehr) auseinander. Der Vortrag mit anschließender Diskussion soll dazu beitragen, diesem Mangel entgegenzutreten.

Do, 08.06.2006, ab 20 Uhr: 'Rocken bis der Rüttgers kommt' - Eintritt frei
Konzert gegen Gebühren mit 'Soulshift', 'Darling Harbour' und 'groove guides inc.'

Als die Bands von der Freien Uni Bochum gehört haben, erklärten sie sich sofort dazu bereit, aus Solidarität mit dem Projekt bei dem Konzert gegen Studiengebühren ohne Gage aufzutreten.
Die Alternative-Rock-Band 'Soulshift' hat vergangenen November den 'Battle of the Bands'-Wettbewerb in Mühlheim gewonnen. Der Preis wurde in Form eines zweitägigen Studiobesuchs ausgezahlt, so dass die CD 'State Of Mind' entstanden ist. Auf dem Konzert anlässlich der Veröffentlichung des zweiten 'Ruhrklang'-Samplers konnte die Gruppe, die ausschließlich selbst komonierte Stücke spielt, zuletzt vor zwei Wochen das Bochumer Publikum begeistern. Jetzt geht es in der FUB weiter!
Die Dortmunder Band 'Darling Harbour' tourt durch ganz NRW und hat im vergangenen Sommer ihre CD 'Sonny Bonani' veröffentlicht. Ihr Motto: 'Rocken, zocken und das Publikum anlocken!' Getreu diesem Motto stechen die vier Smutjes in See. Mit dabei ist Sam an der Gitarre, Steffi am Bass, Annika am Mikro und Matze hinterm Schlagzeug. Aus den verschiedensten musikalischen Vorstellungen erschaffen sie ihren ganz eigenen Sound, der nur nach einem klingt: Darling Harbour eben. Den Musikstil bezeichnen die vier Dortmunder selbst als 'Schmockrock mit groovy Soße'. Das Rezept besteht aus einer ordentliche Portion Pop, verrührt mit einem guten Schuss Rock, verfeinert mit einer Messerspitze Funk und einem Quäntchen Jazz.
'groove guides inc.' fabriziert Musik, die sich komplex präsentiert und dennoch eingängig bleibt. Die Stilrichtung ist sehr schwer in Worte zu fassen. Sie basiert auf Rock, beinhaltet Funk-, Jazz- sowie Popeinflüsse und hat sich letztendlich hemmungslos dem Groove verschrieben. Die erste EP leave all doubts behind ist komplett in Eigenregie entstanden. Neben diesen auf Vinyl festgehaltenen Songs liegt bereits Live-Material im Umfang eines ausgewachsenen Albums vor. Mit den 'groove guides' taucht die FUB ab in faszinierende Gitarren-Riffs, die in der geheimnisvollen Tiefe bezaubernd schön von sanften Gesängen umspült werden.

Fr, 09.06.2006, ab 14 Uhr: 'Naziaufmarsch verhindern'
Informationsveranstaltung zu den Aktivitäten in Gelsenkirchen am 10.06.2006

Im Rahmen ihrer landesweiten Kampagne planen NPD und Freie Kameradschaften für den 10.06.2006 einen Aufmarsch in Gelsenkirchen. Der Polizeipräsident von Gelsenkirchen hat den Aufmarsch verboten, vor Gericht hatte das Verbot bisher keinen Bestand. Auf der Informationsveranstaltung gibt es am Abend vorher die letzten Informationen über die geplanten Gegenaktivitäten. Außerdem berichtet ein Referent über die aktuelle NPD-Kampagne und Möglichkeiten der Gegenwehr.

 
FUB-Programm 22.05. - 26.05.
Sonntag, 4. Juni 2006
Nach der Ausrufung der Freien Universität Bochum ist begonnen worden, die alte Mensa im Querforum West instand zu setzen. Ab sofort findet dort auch eine Veranstaltungsreihe der Freien Universität Bochum statt. Unter anderem zeigt das Bochumer Videofestival dort ein best of der diesjährigen Wettbewerbe. Im Anschluss daran steht eine DJ-Party an. Ab Dienstag wird es mit Seminaren, Diskussionsrunden und Kulturveran-staltungen weitergehen, zu denen Ihr herzlich eingeladen seid!

Programm für Montag, 22.05.:

  • 16-19 Uhr: Einzug ins Querforum West - Gründung der Freien Uni Bochum
  • 19-20 Uhr: Treffen des Protestkomitees - Koordinations der Arbeitskreise
  • ab 20 Uhr: Best of Videofestival; im Anschluss DJ-Party

Programm für Dienstag, 23.05.:

  • 10-12 Uhr: Speakers Corner: Aktionsraum für alle
  • 12-14 Uhr: Der Autor Carsten Marc Pfeffer liest Samuel Beckett: Das Ende
  • 14-18 Uhr: Gemischte Lesungen, Diskussionen, Reden, Infobeiträge
  • ab 15 Uhr: Infostand zur Freien Uni Bochum
  • ab 16 Uhr: Plenum von Protestkomitee und FUB – alle hinkommen!
  • ab 18 Uhr: Party im Querforum West mit Konzert, Musik und ganz viel Motivation!

Programm für Mittwoch, 24.05.:

  • 10-12 Uhr: Speakers Corner: Aktionsraum für alle
  • 12-14 Uhr: Satire-Lesung mit Carsten Marc Pfeffer und Uli Schröder
  • 14-16 Uhr: Seminar des Instituts für MeWi: Netzwerke, Projekte, Cowboys
  • 16-18 Uhr: Mag Wompel (Labournet Germany) - Labournet und gewerkschaftliche Arbeit
  • 18-20 Uhr: Workshop Songwriting - Fussballtraining und Torwartschiessen
  • ab 18 Uhr: Campusfest
  • ab 20 Uhr: FUB-Party

Programm für Freitag, 26. Mai:

  • 14-16 Uhr: Knut Rauchfuss: Kampf gegen Straflosigkeit in Lateinamerika
  • 17-18 Uhr: Plenum von FUB und Protestkomitee gegen Studiengebühren
  • 14-16 Uhr: Stefan Nölle: Protestformen im französoschen Kulturbereich
 
FUB-Programm 29.05. - 02.06.
Samstag, 27. Mai 2006
Veranstaltungsplan der Freien Universität Bochum (Änderungen vorbehalten):

Zeit

Mo (5.06.)

Di (6.06.)

Mi (7.06.)

Do (8.06.)

Fr (9.06.)

10-12


Dennis Thiel

Tutorium Germanistik



Dr. Michael Anacker (Philosophie)

Seminar Kant:
Prolegomena“

12-14



Protestkomitee

Podiums- diskussion : "Hochschul- freiheisgesetz



14-16




Tamas Blenessy (fzs)

Die extreme Rechte an den Hochschulen“


16-18

Bernd Reinig

„Mussolini bis Blatter - Streifzug durch die Kriminal- geschichte  des Fußballs“

Jochen Dahm (ABS)

Workshop: „Argumentieren gegen Studien- gebühren“

AStA-Referat für Grund- und Freiheitsrechte

Versteckspiel - Codes und Symbole der extremen Rechten“

Kay Reif (bsz)

Hochschul- politische Landschaft: Möglichkeiten der Einfluss- nahme“


18-19

FUB-Plenum

Hinkommen, mitplanen!

FUB-Plenum

Hinkommen, mitplanen!

FUB-Plenum

Hinkommen, mitplanen!

FUB-Plenum

Hinkommen, mitplanen!

FUB-Plenum

Hinkommen, mitplanen!

FUB-Plenum

19-20

Bochumer Sozialforum

Mai-Plenum



Thodmas Waitz (MeWi)

„Die politische Funktion des Intellektuellen. Eine Antwort mit Foucault und Konse- quenzen für den Protest“


Ab 20 Uhr

Spieleabend

Musik, Spiele und mehr

Feierabend

Musik und Gesellschafts- spiele

Rote Hilfe e.V.

Was tun wenn's brennt? Tipps und Tricks zum Protest- & Demoalltag“

Filmeabend

Musik, Getränke und gute Laune

FUB goes NRW

Große Protestparty im Anschluss an  das landesweite Vernetzungs- treffen

 
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