Diese Themen gab es im Wahlkampf besonders häufig

Der Wahlkampf, wenn man ihn denn so nennen kann, speiste sich natürlich aus einigen Themen, die die Menschen in diesem Land interessieren beziehungsweise auch nicht interessieren, wie zum Beispiel die soziale Gerechtigkeit. Aber worüber ging der Wahlkampf denn konkret? Dieser umfassende Text zeigt die verschiedenen Themen des Wahlkampfes auf.

Die Digitalisierung

Nur sehr selten wurde über die Digitalisierung in Deutschland gesprochen. Dabei sollte eigentlich deutlich geworden sein, dass in diesem Land ein großer Nachholbedarf in diesem Bereich besteht. Da sind zum Beispiel die vielen Schulen, die noch immer mit veralteter Technik den Schülern und Schülerinnen die Informatik beibringen oder ihnen zeigen, wie sie im Netz gezielt nach Informationen suchen können und in der Lage sind deren Wahrheitsgehalt zu bestimmen.

Denn an dieser Aufgabe scheitern sehr viele Personen. Neben diesem Bereich ist es auch wichtig, dass der Netzausbau vorangetrieben wird. Heutzutage gibt es einige Mondpreise, die man kaum mehr nachvollziehen kann, wenn man sich die Internet Provider ansieht.

Des Weiteren müssen viele Hausbesitzer in ländlichen Gegenden mit sehr schlechtem Internet auskommen. Letztlich ist es so, dass Deutschland bei der Digitalisierung sicher nicht die ersten Plätze in Europa einnimmt. Dabei ist dieser Bereich für die Zukunft so wichtig.

Die Flüchtlingspolitik

Kaum ein Thema hat in der Vergangenheit für so viele Nachrichten gesorgt, wie die Flüchtlingspolitik, die seit ca. zwei Jahren viele Deutsche umtreibt. Der Aufstieg der AfD hat unter anderem auch mit der Flüchtlingskrise zu tun. Aber auch eine andere Gruppe von Wählern interessiert sich sehr für die Flüchtlingspolitik und in Zuge dessen hat sich diese Gruppe zum Teil auch umentschieden, die gute alte CDU zu wählen, obwohl sie es in der Vergangenheit oft gemacht haben.

Die Rede ist hier von den Russlanddeutschen. Diese Gruppe kam in hoher Zahl zu Beginn der 90er Jahre nach Deutschland. Ähnlich wie die Flüchtlinge wollten sie einen Familiennachzug. Doch das war nicht machbar. Heutzutage sehen Russlanddeutsche, dass der Familiennachzug Flüchtlingen gestattet ist und das macht sie natürlich wütend.

Des Weiteren fühlen sich viele Russlanddeutsche von keiner Partei repräsentiert. Aus diesem Grund sind viele Russlanddeutsche nun dazu über gegangen die AfD zu wählen.

Auch nach dem Wahlkampf wird die Flüchtlingspolitik noch eine sehr große Rolle spielen, denn man wird sicherlich auch noch zum Ende des Jahres 2017 über Flüchtlinge reden, da sich viele Menschen in diesem Bereich engagieren.

Die soziale Gerechtigkeit

Wie gerecht ist Deutschland? Diese Frage stellen sich einige Menschen, die trotz langer Arbeit, über mehrere Jahrzehnte, keine üppige Rente erhalten haben und manchmal nicht wissen, wie sie bis zum Ende des Monats mit dem vorhandenen Geld auskommen sollen. Neben den älteren Personen fragen sich auch einige junge Leute, wie sie von dem bisschen Geld leben sollen.

Das Geld reicht oft nicht für einen Kinobesuch und wenn eine Waschmaschine kaputt geht oder man ein neues Möbelstück haben möchte, dann kann das manchmal sehr belastend für die betroffenen Personen sein, da sie nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen, die sie eigentlich bräuchten.

Martin Schulz schien zu Beginn seiner Kandidatur großen Wert darauf zu legen, das Thema soziale Gerechtigkeit in seinen Facetten zu behandeln. Aber so wirklich punkten konnte er mit dem Thema nicht. Anscheinend denken viele Menschen hierzulande, dass es gerecht zugeht und andere Themen einfach wichtiger sind.

Euro

Vor ein oder zwei Jahren gab es kaum eine Woche ohne Talkshow über den Euro. Die Eurokrise beherrschte die Medien. Es ging darum, dass einige Länder vor dem Kollaps stehen würden und man quasi dachte, dass man für deren Rettung aufkommen sollte. Tatsächlich gingen hohe Summen über den Tisch, was in manchen Fällen auch zeigt, dass manche Finanzierung gegenüber anderen Projekten eine Priorität genießen. Heutzutage interessiert das Thema Euro nicht mehr so viele Menschen, wie noch vor ein bis zwei Jahren. Dennoch gab es dieses Thema auch immer wieder im Walhkampf, dann aber in abgeschwächter Form.

Die Steuern

Wie in fast jedem Wahlkampf durften auch dieses Mal die Steuern als Thema nicht fehlen. Viele Menschen würden sich wünschen Steuerentlastungen zu erhalten, zum Beispiel im Bereich der Freiberufler oder Alleinerziehende. Allerdings gibt es auch einige Politiker, die nicht wollen, dass die Steuern gesenkt werden.

Sie fürchten wohl um ihre Wählerschaft. So gibt es immer wieder Argumente für höhere Steuern der Topverdiener oder aber gegen Steuerentlastungen. Stichwort: Schwarze Null.

Das Thema Steuern erfährt zwar immer wieder große Beachtung, etwa dann, wenn Prominente wegen Steuerbetrugs angeklagt werden oder mal wieder eine Steuer CD aufgetaucht ist, dennoch hätte man vielleicht erwarten können, dass das Thema mehr Beachtung erfahren hätte.

Der Verkehr

Kaum jemand hat es für möglich gehalten, aber es gibt eine PKW Maut in Deutschland, die auf Autobahnen und Bundesstraßen gilt, aber den inländischen Autofahrer nicht mehr belasten soll. Die ausländischen Autofahrer sollen hingegen nur für die Nutzung von Autobahnen zahlen. Da die Deutschen bekanntlich ihre Autos sehr gern haben und Geld natürlich auch lieber behalten wollen als es dem Staat zu geben, ist dieses Thema sehr brisant. Man kann sich vorstellen, dass es einige Klagen aus dem Ausland geben wird, die mit den Plänen nicht einverstanden sind. Ob diese Klagen aber Erfolg haben werden, ist derzeit noch gar nicht abzusehen.

Dieser Text hat die verschiedenen Themen des Wahlkampfes beleuchtet. So kurz vor der Wahl ist wohl nicht mehr damit zu rechnen, dass es noch ein weiteres Thema geben wird, das die Parteien nutzen werden, um Wählerstimmen zu bekommen. Alles in allem, war dieser Wahlkampf kein Kampf, sondern wenn dann nur eine sehr abgeschwächte Form davon.